01
Tech-Giganten bereiten Rekord-IPOs vor – Angst vor der „KI-Blase“
▶
Führende US-Technologieunternehmen – SpaceX, OpenAI und Anthropic – planen für 2026 den Gang an die öffentlichen Märkte. Dies könnte zu einem historischen Ereignis an den Börsen führen. Die kombinierte Bewertung dieser Notierungen könnte alle IPOs des Jahres 2025 zusammen übertreffen und einen gewaltigen Liquiditätspool für Investoren und Banken schaffen. Bei SpaceX geht es um einen Sekundärverkauf von Aktien mit einer Bewertung von rund 800 Mrd. USD, was das Unternehmen auf eine Stufe mit den größten Weltkonzernen stellt. OpenAI diskutiert eine Kapitalbeschaffung bei einer Bewertung von 500 Mrd. USD, obwohl derzeit noch keine Rechtsberater mandatiert wurden. Dieser Hype findet jedoch vor dem Hintergrund wachsender Marktskepsis statt: Jüngste Ausverkäufe bei Oracle und Broadcom signalisieren Angst vor einer platzenden „KI-Blase“.
02
Iran nutzt Kryptowährungen für Waffenverkäufe zur Umgehung von Sanktionen
▶
Die iranische staatliche Exportstruktur Mindex hat begonnen, offen moderne Waffen, einschließlich ballistischer Raketen und Drohnen, gegen Kryptowährungen anzubieten. Dieser Schritt ist ein direkter Versuch Teherans, die westliche Finanzblockade zu umgehen und einen alternativen Abrechnungskanal für den militärisch-industriellen Komplex zu schaffen. Die Nutzung digitaler Vermögenswerte ermöglicht es dem Iran, mit Regimen zu handeln, die ebenfalls unter Sanktionen stehen, und dabei das Risiko der Transaktionsverfolgung über SWIFT zu minimieren. Im Sortiment befinden sich Emad-Raketen und Shahed-Drohnen, die von pro-iranischen Gruppen im Nahen Osten aktiv eingesetzt werden.
03
Tragödie im Schweizer Skiort gefährdet Luxustourismus-Industrie
▶
Ein Brand in der Bar Le Constellation im Kurort Crans-Montana, der etwa 40 Menschenleben forderte, offenbart systemische Sicherheitsprobleme im europäischen Premium-Freizeitsektor. Der Einsatz von Pyrotechnik in geschlossenen Räumen mit leicht entflammbarer Isolierung deutet auf eine grobe Verletzung der Vorschriften hin, trotz des hohen Status des Ortes. Für den Versicherungsmarkt wird dieses Ereignis ein Auslöser für eine Risikoneubewertung und höhere Prämien für Hotels und Unterhaltungseinrichtungen in den Alpen sein. Die Behörden des Kantons Wallis haben einen Terroranschlag bereits ausgeschlossen und konzentrieren sich auf Fahrlässigkeit.
04
Europa hat Bedrohung durch Drogenkartelle und Hafenkorruption unterschätzt
▶
Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle (EUDA) hat eingeräumt, dass die EU den Moment verpasst hat, in dem der Drogenhandel zu einer systemischen Bedrohung für die nationale Sicherheit wurde. Der starke Anstieg der Kokainimporte aus Lateinamerika geht mit einem beispiellosen Maß an Gewalt und Korruption in logistischen Schlüsselzentren wie Antwerpen und Rotterdam einher. Kriminelle Gruppen sind zur Taktik „Verbrechen als Dienstleistung“ übergegangen, indem sie Auftragskiller über soziale Netzwerke anheuern und Beamte, Polizisten und Richter bestechen. Für Unternehmen bedeutet dies steigende Kosten für Logistiksicherheit und Risiken von Frachtverzögerungen.
05
Konglomerate stoßen unter Investorendruck Vermögenswerte ab
▶
Das Volumen der Verkäufe von Vermögenswerten durch Großkonzerne erreichte 2025 eine Billion Dollar, ein Höchststand der letzten drei Jahre. Giganten wie Unilever und Kraft Heinz sind gezwungen, ihre Geschäftsstruktur zu vereinfachen und sich unter dem Druck aktivistischer Investoren von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen zu trennen. Dieser Trend markiert das Ende der Ära diversifizierter Mischkonzerne zugunsten fokussierterer und agilerer Geschäftsmodelle. Für den M&A-Markt schafft dies einen Angebotsstrom, der für Private-Equity-Firmen mit hohen Barreserven attraktiv ist.